Samstag, 2. Juli 2016

Urlaub und Theater

Pünktlich zu Urlaubsbeginn hat mich eine Erkältung ereilt. Mitten im Sommer. Das scheint das Selbständigensyndrom zu sein, krank wird man im Urlaub, weil ansonsten keine Zeit ist.

Meine Radausflüge und Unternehmungen sind so etwas zu kurz gekommen, dafür habe ich mir die Lesungen der Ingeborg-Bachmann-Preisanwärter angeschaut. Es gab eine sehr vielfältige Auswahl an Texten dieses Jahr, manches war richtig gut.
Auch an meinen eigenen Texten habe ich vermehrt gearbeitet, vor allem an Greta und Bernie, das als Kurztheaterstück schon eine Weile existierte, ohne eine zündende Idee, wie ich daraus ein abendfüllendes Stück entwickeln sollte. Die Struktur steht nun fest und ein gutes Drittel ist geschrieben. Das Überarbeiten wird diesmal auch nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen, da ich entgegen meinem sonstigen Schreibstil, kurze Sätze und eine reduzierte Sprache benutze, die der Inhalt und die Figuren selbst einfordern: Es geht um ein Ehepaar, das die Mitte seines Lebens bereits überschritten hat und nachdem die Karriere beendet, die Kinder aus dem Haus sind, nichts mehr mit sich anzufangen weiß. Ich glaube, es hat ein bisschen etwas Tragikkomisches, zumindest für mich. Ich schreibe das etwas vorsichtig, da viele meinen Humor nicht teilen können, für sie ist es möglicherweise ein ganz normales modernes Drama, auch gut. Aufführen könnte man es, meines Erachtens, so oder so. Nachdem das erste Theaterstück als unbrauchbar in der Schreibtischschublade verschwunden ist, hoffe ich, dass dieses wirklich gut wird. Noch ist es nicht fertig, aber bis jetzt ganz vielversprechend. Wozu Erkältungen alles gut sind.

Dienstag, 14. Juni 2016

Vorbedingung des Lernens

So fehlt denn vielfach jene erste Vorbedingung des Lernens: das Wissen des Nichtwissens. Die Folge ist, daß man sich noch immer mit einer rohen Auffassung begnügt, obwohl schon Herbart eine richtigere gelehrt hat. Es ist betrübend und entmutigend, daß in dieser Weise eine Erkenntnis immer wieder verloren zu gehen droht, die schon errungen war, daß so manche Arbeit vergeblich zu werden scheint, weil man im eingebildeten Reichtume nicht nötig zu haben scheint, sich ihre Früchte anzueignen.
(Gottlob Frege, Die Grundlagen der Arithmetik)

Sonntag, 5. Juni 2016

Der Koran - Der klare Beweis - al-bayyina

Der klare Beweis - al-bayyina (Sure 98, geoffenbart in Medina)

Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Erbarmers
Die Leugner unter den Leuten der Schrift´und die, die neben Gott Anderes stellen, ´konnten sich nicht eher loslösen,´bis der klare Beweis zu ihnen käme, ein Gesandter Gottes, der ihnen Blätter verliest, reine, sie enthalten wahre Schriften. Sie teilten sich, die denen Schrift gegeben, ´nachdem der wahre Beweis zu ihnen gekommen. Jedoch wurde ihnen nichts anderes befohlen, ´als zu dienen Gotte, aufrichtig in der Religion reines Glaubens, ´das rituelle Gebet zu verrichten und zu geben die Almosen, ´denn dies ist die Religion, die beständige. Doch die Leugner unter den Leuten der Schrift´und die, die neben Gott Anderes stellen, ´werden im Feuer der Hölle sein und darin weilen,´denn sie sind die allerschlechtesten Geschöpfe. Diejenigen aber, die Glauben und Gutes verrichten, ´sind die besten Geschöpfe. Ihr Lohn bei ihrem Herrn: die Gärten von Eden,´unterhalb derer Bäche fließen und in denen sie ewig weilen.´Gott hat an ihnen Wohlgefallen, und sie haben an ihm Wohlgefallen.´ Dies ist für jeden, der fürchtet seinen Herrn.

 Aus der Übersetzung des Korans von Ahmad Milad Karimi, der in seiner Übersetzung versucht hat, den ästhetisch melodischen Charakter der Originalsprache wiederzugeben.  


Durch die Medienberichterstattung ensteht bei Koranunkundigen leicht der Eindruck, es könne sich hierbei um eine Hetzschrift handeln. Salafisten und IS-Terroristen werben Unkundige an, indem sie Texte des Korans aus dem Gesamtzusammenhang reißen (die Bibel wäre dazu wesentlich besser geeignet), um sie mit Heilsversprechen als Kämpfer oder Selbstmordattentäter anzuwerben. Europäer lassen sich durch die unvollständige, nicht aufklärende Medienberichterstattung leicht gegen den Koran aufhetzen. Um diesen Vorurteilen entgegenzuwirken, will ich auf Gedankenfetzen kleine Ausschnitte aus dem Koran veröffentlichen.

Samstag, 4. Juni 2016

Der Koran - Die Leugner - al-kafirun

Durch die Medienberichterstattung ensteht bei Koranunkundigen leicht der Eindruck, es könne sich hierbei um eine Hetzschrift handeln. Salafisten und IS-Terroristen werben Unkundige an, indem sie Texte des Korans aus dem Gesamtzusammenhang reißen (die Bibel wäre dazu wesentlich besser geeignet), um sie mit Heilsversprechen als Kämpfer oder Selbstmordattentäter anzuwerben. Europäer lassen sich durch die unvollständige, nicht aufklärende Medienberichterstattung leicht gegen den Koran aufhetzen. Um diesen Vorurteilen entgegenzuwirken, will ich auf Gedankenfetzen kleine Ausschnitte aus dem Koran veröffentlichen.

Im Gegensatz zur Bibel ( du sollst keinen Gott neben mir haben ) erkennt der Koran das Christentum und das Judentum an:

 Die Leugner (Sure 109 (6 Verse), geoffenbart in Mekka)
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Erbarmers
Sag:" O Ihr Leugner! Ich diene nicht dem, dem ihr dient, und ihr dient nicht Dem, dem ich diene. Und ich diene nicht dem, dem ihr gedient, und ihr dient nicht Dem, dem ich diene. Euch eure Religion und mir meine." 

Aus der Übersetzung des Korans von Ahmad Milad Karimi, der in seiner Übersetzung versucht hat, den ästhetisch melodischen Charakter der Originalsprache wiederzugeben.  

Sonntag, 29. Mai 2016

Das Weltbedürfnis nach Diktatur

 Putin in Russland, Erdugan in der Türkei, Trump vielleicht in Amerika, Polen, beinahe Österreich ... alle diese Schrecken durch demokratische Wahlen. Woher dieser nahezu gleichzeitige Aufschrei der Menschen fast aller Länder nach einer neuen Diktatur?

Mit Erschrecken muss ich feststellen, dass selbst die europäische Bevölkerung, der es verhältnismäßig sehr gut geht, ein immer größer werdendes Bedürfnis nach einer rechtsradikalen Diktatur bekommt. Und das ohne Hungersnot und Krieg. Sicher, es gibt keine Zinsen mehr auf Bankguthaben, nicht mehr jeder kann zweimal im Jahr in Urlaub fahren oder sich ein Auto leisten, aber ist das ein Grund, um demokratische Freiheit aufzugeben? Können die Menschen mit dieser Freiheit nichts anfangen, weil sie dann selbst denken und handeln müssen? Ein Bedürfnis, Gedanken und Handlungen vorgeschrieben zu bekommen, weil eigenes Denken und Handeln nicht ausreichend gefördert wurde? Ist der Europäer so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, dass er sich schon radikalisiert bevor eine Hungersnot oder ein Krieg vor der Tür steht? Und wo kommt diese Naivität her, dass ein rechter Führer mehr Wohlstand bringen könnte? Ein komplexes Thema, das weitere Fragen und Thesen aufwirft und vertieft werden müsste (mal sehen, ob ich Zeit dafür finde).

Vom Journalismus würde ich mir wünschen, dass er nicht immer noch Öl ins Feuer gießt, indem er wichtige Informationen unter den Tisch fallen lässt, Straftaten von Migranten aufbauscht, während rechtsradikale Straftaten kaum Erwähnung finden,  Rechtsradikalität und Rechtsextremismus nicht als Populismus verniedlicht, sich seiner Macht im Staat bewusst wird und wieder seriöse Aufklärungsarbeit betreibt. Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben.

Montag, 16. Mai 2016

Computerabsturz

Leider hatte ich vor ein paar Wochen einen Computerabsturz. Ich hoffe, dass ich meine Daten noch retten kann, da auf der Festplatte auch meine Romananfänge und unveröffentlichten Erzählungen gespeichert waren. Einen Teil der Literatur hatte ich auf meinem USB-Stick, ein Großteil aber leider nicht.

Von Tim hatte ich ein paar Versionen wenigstens ausgedruckt, die neueste leider nicht, nur die ersten drei Seiten. Das verlängerte Wochenende habe ich dazu genutzt, mit Tim noch einmal zu beginnen, zufrieden war ich sowieso noch nicht. Trotzdem hoffe ich, dass meine Daten noch gerettet werden können, damit ich nicht alles noch einmal neu beginnen muss. Das wird hoffentlich nicht zu teuer. Ich musste mich ja zunächst darum kümmern, den neuen Laptop aufzusetzen, da Microsoft mir die alte Festplatte so zugemüllt hat, dass der PC nicht mehr hochfuhr.

Hamburg war sehr schön, aber anstrengend, wie Städteurlaube halt sind, aber viel zu kurz. Am Abfahrtstag entdeckte ich noch, dass im Kunstforum eine Picassoausstellung ist, die ich gerne noch gesehen hätte,  dafür war aber leider keine Zeit mehr.

Im Moment habe ich ziemlich viel zu tun, hoffe aber trotzdem das Schreiben wieder regelmäßiger in den Alltag integrieren zu können. Seit der Entschlackungskur fühle ich mich wieder fitter, sodass ich nach Feierabend noch genügend Energie habe, um noch meinen Hobbys nachzugehen. Leider hat mein neues Fahrrad schon einen Platten, das ist wohl in meinen Katktus gefallen, hier im 13. Stock stürmt es manchmal ganz schön, dann fällt das Fahrrad um. Ansonsten ist es toll, noch besser als mein altes, das mir geklaut wurde, bin schon ohne Anstrengung in Ebersheim, fast in Bingen und weiteren Orten in der Pfalz damit gewesen Inzwischen habe ich auch ein Regencape, sodass mich Wolken nicht mehr vom Fahren abhalten.


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